Written by: Naturwissenschaften Psychologie

Was vom Studium übrig blieb: Die wunderbare Welt der (Sozial-) Psychologie Teil IV

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Wer die Wissenshappen schon eine Weile verfolgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich vor einigen Jahren – wie vermutlich viele andere meiner Kommilitonen – mit hochtrabenden Erwartungen in mein Studium der Psychologie gestartet bin. Um dann unsanft auf dem harten Boden der Tatsachen in Form von zäher Methodenlehre, sinnbefreiten Forschungsstudien und nicht enden wollender Statistik zu landen. Doch ganz umsonst war das Psychologiestudium nicht, denn einige der wirklich spannenden psychologischen Erkenntnisse, Theorien und Phänomene konnten sich in meinem Hirn festsetzen, insbesondere aus dem Themenbereich der Sozialpsychologie, die sich mit unseren oftmals unerklärlich wirkenden Verhaltensweisen im sozialen Kontext beschäftigt.

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Jene spannenden Einsichten möchte ich in dieser Wissenshappen-Serie weitergeben (hier geht es übrigens zu Teil I, Teil II und Teil III). Dieses Mal wollen wir jedoch einen kleinen Abstecher unternehmen und in die Welt der kognitiven Entwicklungspsychologie abtauchen. Diese hält nämlich nicht nur spannende Erkenntnisse über die Entwicklung unserer eigenen geistigen Fähigkeiten im Laufe des Lebens bereit, sondern kann uns eine Erklärung dafür liefern, warum wir uns bei den Erzählungen anderer Menschen gerne fragen:

„Wovon zur Hölle sprichst du eigentlich?“

Alles der Reihe nach – die geistige Entwicklung nach Jean Piaget

Doch bevor wir eine Antwort auf diese nahezu universelle Frage finden, lasst uns einmal ganz von vorne beginnen – und damit meine ich wirklich von vorne, am Beginn des menschlichen Lebens. Wie jeder weiß, sind die geistigen Fähigkeiten von Säuglingen, Babys und Kleinkindern mit den Denkleistungen erwachsener Menschen nicht unbedingt vergleichbar. Das soll keine Beleidigung der kleinen Erden(neu-)bürger darstellen, sondern ist ein simpler wissenschaftlicher Fakt.

Niemand von uns kommt auf die Welt und ist sofort in der Lage, binomische Formeln zu lösen oder die Frage nach dem Sinn des Lebens auf philosophisch beeindruckende Weise zu beantworten, und in den meisten Fällen wollen wir das zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht. Wie auch unser Körper, der sich im Laufe der Zeit kontinuierlich verändert, so unterliegt auch unsere Denkleistung einer stetigen Veränderung im Leben und durchläuft verschiedene Wachstumsphasen, im positiven wie auch im negativen Sinne. Und je nach Phase kann es durchaus passieren, dass wir bestimmte Anforderungen und Erwartungen an unsere geistige Rechenleistung gar nicht (mehr) oder noch nicht erfüllen können.

Unidentified (Ensian published by University of Michigan), Jean Piaget in Ann Arbor, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Wer über die Entwicklung des menschlichen Geistes schreibt, kommt nicht umhin, den Schweizer Psychologen Jean Piaget zu erwähnen. Diesem überaus neugierigen Forscher, der selbst bereits im Alter von 10 Jahren wissenschaftliche Arbeiten publizierte, verdanken wir die sogenannte Theorie der kognitiven Entwicklung, die auch heute noch, knapp ein Jahrhundert nach ihrer Veröffentlichung, eine entscheidende Grundlage der kognitiven Entwicklungspsychologie darstellt.*

Am Anfang war das Greifen – Willkommen im sensumotorischen Stadium (Jahr 0 bis 2)

Wie jeder bestätigen kann, der schon mal ein Neugeborenes, einen Säugling oder ein Kleinkind unter 2 Jahren erleben durfte, zeichnet sich diese Altersklasse nicht unbedingt durch konzentriertes Nachdenken und zukunftsgerichtetes Handeln aus. Vielmehr herrscht absolutes Chaos und vor allem instinktives Reflexverhalten vor: es wird gegriffen, gesaugt, gezappelt und geguckt und das alles in unterschiedlicher Intensität, Reihenfolge und Richtung. Diese Entwicklungsstufe wird daher als sensumotorisches Stadium bezeichnet, und alle Kinder durchlaufen dieses im Alter von 0 bis ca. 2 Jahren.

Foto von Kelly Sikkema auf Unsplash

Auch wenn diese Phase eher chaotisch, unkoordiniert und wenig durchdacht erscheinen mag, entwickeln sich Kinder in diesem Stadium mit der Zeit durchaus drastisch weiter: sie beginnen, ihre Reflexe und Handlungen zu optimieren, zu kombinieren oder gar gezielt auszuführen, beispielsweise wenn sie einen unliebsamen Gegenstand beiseiteschieben, um nach dem Lieblingskuscheltier zu greifen. Aus Reflex und Chaos wird gar Intention, und die Kinder erkennen, dass die Welt nicht nur aus ihnen selbst besteht, sondern zumindest physisch auch aus anderen Personen.

Der wichtigste Entwicklungssprung des sensumotorischen Stadiums ist ohne Frage der Moment, in dem Kinder die sogenannte Objektpermanenz erwerben: sie erkennen, dass ein Objekt auch unabhängig von ihrer eigenen Handlung oder ihrem Bewusstsein (weiter-)existiert. Objektpermanenz bedeutet also nichts anderes, als dass Kinder aufhören zu glauben, dass ein Gegenstand gänzlich verschwindet, wenn sie ihn nicht mehr sehen können.

Interessant ist aber, dass die Objektpermanenz zwar mit ca. 2 Jahren voll ausgebildet sein sollte, Kinder aber vermutlich schon mit nur wenigen Monaten bereits verstehen, dass ein fester Körper nicht durch einen anderen festen Körper hindurchgleiten kann. Sie haben also bereits zu einem recht frühen Zeitpunkt ein Verständnis grundsätzlicher physikalischer Eigenschaften erworben. Und umgekehrt ist es immer wieder erstaunlich, dass auch Erwachsene für einen kurzen Augenblick die Objektpermanenz wieder verlieren können, beispielsweise wenn der geliebte Partner jeden Abend seine Socken auf den Boden schmeißt und vergisst, dass diese auch dort weiterexistieren.

(Mein Partner ist davon selbstverständlich ausgenommen.)

Das Zentrum der Welt – egozentrische Kinder im präoperationalen Stadium (Jahr 2 bis 7)

Mit etwa 2 Jahren wechselt ein Kleinkind in das sogenannte präoperationale Stadium, in dem sich die Fähigkeit zur mentalen Repräsentation physikalisch abwesender Gegenstände verbessert. Dennoch bleibt das Kind weiterhin außer Stande, sich vorzustellen, wie ein Objekt anders aussehen könnte als im aktuell wahrgenommen Zustand.

Doch was bedeutet das genau?

Foto von Jingxi Lau auf Unsplash

Nehmen wir an, ihr habt vor euch ein Glas wunderbar erfrischender Zitronenlimonade stehen. Und wenn ihr ein dreijähriges Kind nun darum bitten würdet einzuschätzen, ob sich die Menge eurer Limonade verändert, wenn ihr sie in ein anderes (z.B. schmaleres, höheres Glas) umfüllt, so werdet ihr leider keine richtige Antwort erhalten. Kleine Kinder können sich aufgrund der sogenannten Zentrierung nur auf ein einziges auffälliges Merkmal eines Gegenstandes konzentrieren: das befragte Kind wird also glauben, dass sich die Limonadenmenge verändert, wenn sich der Pegel aufgrund der Form des anderen Glases verändert. Keine Ahnung, ob man sich damit einen interessanten Spaß erlauben kann, aber probiert es bei Gelegenheit doch einfach mal aus!

Im präoperationalen Stadium konzentrieren sich Kinder aber nicht nur auf auffällige Merkmale, sondern vor allem auf eines: auf sich selbst. Schuld ist der vorherrschende Egozentrismus bei Kleinkindern, die sich selbst und ihre Bedürfnisse im Zentrum allen Geschehens sehen. Sie sind geistig einfach noch nicht in der Lage, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen und zu verstehen, dass diese andere Bedürfnisse, Ziele, Wünsche oder Überzeugungen hat. Oder dass sie selbst über einen anderen Informationsstand verfügen als ihr Gegenüber – weshalb kleine Kinder Geschichten oftmals so erzählen, dass ihnen niemand wirklich folgen kann. Erst zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr begreifen Kinder endlich, dass sich die Meinung anderer von der eigenen unterscheiden, und dass der Wissensstand oder auch die Einschätzungen einer Situation voneinander abweichen können.

Der Ball in der Kiste – die fundamentale Theory of Mind

Wenn Kinder diese zentrale Erkenntnis, dass andere Menschen über unterschiedliche Informationen und Sichtweisen verfügen, verinnerlichen, erwerben sie die sogenannte Theory of Mind (Theorie des Bewusstseins). Und wenn ihr selbst einmal herausfinden möchtet, ob ein Kind (oder manchmal auch ein begriffsstutziger Erwachsener) über die Theory of Mind verfügt, könnt ihr das ganz einfach mithilfe einer sogenannten False-Belief-Aufgabe testen (hier findet ihr das Original). Schildert dazu kurz die folgende Situation:

„Sally spielt mit einer Murmel. Anschließend will sie spazieren gehen und legt die Murmel in einen Korb. Während sie fort ist, legt ihre Schwester Anne die Murmel vom Korb in eine Kiste. Sally kommt nun vom Spaziergang zurück und möchte mit der Murmel weiterspielen. Wo wird Sally die Murmel zuerst suchen?“

Ein zwei- oder dreijähriges Kind wird diese Frage mit „In der Kiste!“ beantworten, ganz einfach, weil es glaubt, dass Sally – genau wie es selbst – weiß, dass die Schwester während ihrer Abwesenheit die Murmel vom Korb in die Kiste umgepackt hat. Es versteht noch nicht, dass Sally in der Annahme wiederkommt, dass die Murmel genau dort ist, wo sie sie zurückgelassen hat (Korb) und somit über einen anderen Wissensstand verfügt als es selbst.

Foto von Paige Cody auf Unsplash

Diesen Test könnt ihr aber auch gerne beim Abendessen ausprobieren, wenn eure bessere Hälfte vom Arbeitstag oder irgendeiner sozialen Entwicklung im Bekanntenkreis berichtet, ihr aber mal wieder nur Bahnhof versteht (womit wir bei der oben genannten Frage landen würden). Denn offenbar neigen wir Erwachsenen nicht nur dazu, episodenweise die erworbene Objektpermanenz, sondern kurzfristig auch die Theory of Mind zu verlieren und damit in kleinkindliche Denk- und Kommunikationsmuster zurückzufallen.

(Auch dies gilt selbstverständlich nicht für meine eigene bessere Hälfte.)

Von Invarianz und Reversibilität – das konkret-operationalen Stadium (Jahr 7 bis 12)

Um das 7. Lebensjahr herum wechseln Kinder in das konkret-operationale Stadium. Sie sind nun in der Lage, Handlungen und Schlussfolgerungen im Geist vorzunehmen und zu teils logischen Erkenntnissen zu geladen – zumindest, wenn sie die notwendigen Informationen vor Augen haben. Abstrakte Schlussfolgerungen sind ihnen noch nicht möglich: sie könnten z.B. schlussfolgern, welches Kind das Größte in einer Gruppe ist, wenn sie die Kinder unabhängig voneinander sehen. Wenn sie diese Informationen aber nur schriftlich vorliegen haben, werden sie vermutlich an der richtigen Schlussfolgerung scheitern.

Wichtige Entwicklungsmeilensteine erreichen Kinder auf dieser Stufe durch den Erwerb des Invarianz- sowie des Reversibilitätsprinzips: sie erkennen, dass sich die physikalische Eigenschaft eines Objektes nicht verändern kann, wenn nichts hinzugefügt oder weggenommen wird oder dass Handlungen (und auch mentale Operationen) wieder umgekehrt werden können.

Für unser obiges Limonadenbeispiel bedeutet das, dass Kinder im konkret-operationalen Stadium verstehen, dass sich die Limonadenmenge nicht verändert haben kann, wenn die Limonade nur von einem Glas in ein anderes umgefüllt wird (Invarianzprinzip) oder dass die Limonadenmenge dieselbe sein muss, wenn sie aus dem zweiten Glas in das Ursprungsbehältnis zurückgefüllt wird und dort dieselbe Menge anzeigt wie zu Beginn (Reversibilitätsprinzip).

Kognitiver Sturm & Drang – das formal-operationale Stadium (ab Jahr 12)

Die letzte Entwicklungsstufe nach Piaget bildet das formal-operationale Stadium, in dem Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr die Fähigkeit des abstrakten, also auch des hypothetisch-logischen Denkens erlangen und begreifen, dass die eigene Realität nur eine von vielen darstellt. Und wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, ist das jener Moment, in dem Heranwachsende beginnen, über die großen Fragen des Seins und der Gerechtigkeit nachzudenken – das Leben wird kompliziert.

Die von Piaget entworfenen Entwicklungsstufen sind auch heute noch – zumindest in ihrer Anschaulichkeit – stark verbreitet, genauso wie seine Annahme, dass eine Stufe erst vollständig abgeschlossen sein muss, bevor ein Kind in das nächste Entwicklungsstadium übergehen kann. Doch wie lange ein Kind sich auf einer bestimmten Stufe aufhält, hängt nicht nur vom jeweiligen Individuum ab, sondern auch vom Kulturkreis, in dem ein Kind heranwächst. Teilweise unterscheiden sich die Entwicklungszeiträume gar um mehrere Jahre.

Mit dem Alter kommt die Weisheit (Erwachsensein bis Jahr 99+)

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Entwicklung unserer geistigen Fähigkeiten natürlich nicht mit dem 12. Lebensjahr abgeschlossen ist. Im Gegenteil – der menschliche Geist und seine „Rechenleistung“ unterliegen stetiger Veränderung, zum Guten wie auch natürlich zum Schlechten. Unsere sogenannte „fluide“ Intelligenz zum Beispiel, also unsere geistige Kapazität und Auffassungsgabe, nimmt mit dem Alter leider ab, so dass das Lösen binomischer Formeln irgendwann nicht mehr so leicht von der Hand geht wie vielleicht zu Schulzeiten. Unsere „kristalline“ Intelligenz hingegen, d.h. unser erlerntes explizites Wissen, wächst mit zunehmendem Alter stetig an.

Wir werden also nicht pauschal dümmer, je älter wir werden, sondern im einfachen Sinne vor allem eines: weiser. Und so können Senioren beispielsweise die Einbußen ihrer kognitiven Auffassungsgabe durch den Zugewinn an Weisheit oder zusätzlich erlernter Fähigkeiten erfolgreich ausgleichen. Noch vielversprechender sind die Forschungsergebnisse, die vorsichtig-optimistisch aufzeigen, dass der Verfall unserer Denkleistung durch gezielte mentale Stimulation ausgebremst oder (zum Teil) verhindert werden kann – zumindest sofern keine Krankheiten wie Alzheimer vorliegen.

Das Geheimnis eines jungen Geistes

Foto von Alex Shute auf Unsplash

Wenn ihr also mal wieder das verzweifelte Gefühl verspürt, dass euer Gehirn nicht mehr ganz so fix arbeitet wie mit 18, dann kann euch dieser Artikel möglicherweise zwei hilfreiche Strategien an die Hand geben: Ersten ist es gar nicht so schlecht, wenn ihr euch mal wieder in einer dieser berühmten „Wovon zur Hölle redest du eigentlich?!“ Situationen wiederfindet. Denn wenn euer Gegenüber in Rätseln spricht, dann könnt ihr es doch einfach als genau solches betrachten – als eine kognitive Denkaufgabe, die euren Geist auf besondere Weise herausfordert und stimuliert. Und zweitens solltet ihr selbstverständlich niemals damit aufhören, eure kristalline Intelligenz und Weisheit stetig auszubauen – durch den Erwerb neuen Wissens natürlich.

Und welches Mittel wäre dafür besser geeignet als die Wissenshappen, die euch kontinuierlich mit neuem Wissen versorgen? Also schaut auch bei der nächsten Verjüngungskur vorbei – wie immer in 14 Tagen!

*Natürlich hat sich auch die kognitive Entwicklungspsychologie seit Jean Piaget verändert, und zahllose Forschungsstudien der letzten Jahrzehnte konnten Änderungen, Erweiterungen oder gar Ausnahmen der ursprünglichen Theorie identifizieren. Insbesondere die bedeutsamen sozialen und kulturellen Einflüsse auf die geistige Entwicklung von Kindern wurden bei Piaget noch vernachlässigt. Dennoch bietet Piagets Theorie bis heute ein wichtiges Grundgerüst der menschlichen Intelligenzentwicklung.

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Nachschlag?

Zimbardo, P. G. & Gerrig, R. J. (2004). Psychologie* (16. Aufl., S. 452-463). München, Deutschland: Pearson Studium.

Newen, A. & de Bruin, L. (2011, 29. April). Der Ball in der Schachtel. Scinexx- das Wissensmagazin. Abgerufen 5. Februar 2023 von https://www.scinexx.de/dossierartikel/der-ball-in-der-schachtel/

Wikipedia (2022). In Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Abgerufen 5. Februar 2023 von https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_kognitiven_Entwicklung_nach_Piaget

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Warum gibt es diesen Wissenshappen?

Auch wenn das Studium der Psychologie von zäher Methodenlehre und Statistik geprägt sein mag, so liefert es dennoch interessante Erklärungsansätze für das oft unerklärlich wirkende Verhalten unseres sozialen Umfelds. Ein Beispiel dafür ist die kognitive Entwicklungspsychologie, die (trotz des sperrigen Namens) prägnante Einblicke in die Entwicklung unserer geistigen Fähigkeiten bietet, die sich im Laufe des Lebens ebenso kontinuierlich verändern wie auch unser Körper. Diese Einsichten können uns nicht nur dabei helfen, Geduld im Umgang mit unseren kleinen, noch heranwachsenden Mitmenschen zu üben, sondern auch mit einem wirren Gesprächspartner, der außer Stande ist, eine Geschichte nachvollziehbar und verständlich wiederzugeben.

Was sollte unbedingt verdaut werden?

Wenn wir unsere Mitmenschen im Laufe des Lebens verfolgen, allen voran unsere eigenen Kinder, kommen wir nicht umhin zu bemerken, dass verschiedene Altersstufen durch unterschiedliche geistige Fähigkeiten geprägt sind. Ein Baby kann noch keine binomischen Formeln lösen, ein Jugendlicher möchte das zwar nicht, kann es aber vermutlich, wohingegen ein Senior diese Fähigkeit irgendwann gnädig aus der Erinnerung verbannt. Die Entwicklung unserer Intelligenz erfolgt aber weder willkürlich noch chaotisch, sondern folgt klaren Entwicklungsstufen, die insbesondere im jungen Alter von 0 bis 12 Jahren auf rasante Weise durchschritten werden. Doch auch der alternde Geist bleibt nicht stehen: was wir an mentaler Schnelligkeit verlieren mögen, kann unsere Lebenserfahrung erfolgreich ausgleichen. Wir werden also nicht dümmer, sondern vor allem eines: weiser.

Disclaimer:
Der obenstehende Text wurde auf Grundlage der gelisteten Quellen erstellt, ist aber explizit unter Berücksichtigung der subjektiven Erkenntnisse, Vorlieben und dem persönlichen Verständnis der Autorin aufzufassen. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit akademischen Anspruch, sondern um eine Zusammenfassung von Geschehnissen und Erzählungen nach individuellem Stil und Empfinden der Autorin. Ausnahmslos jeder Wissenshappen möchte Freude am Wissen schaffen, aber nicht als Fachliteratur verstanden werden. Über Anmerkungen, Ergänzungen, Lob oder Kritik freut sich die Autorin und lädt jeden Leser dazu ein, über die Kommentarfunktion Kontakt aufzunehmen.

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Schlagwörter: , , , Last modified: 12. September 2023