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Gute Zeiten, Schlechte Zeiten: Vom Leben und Lieben der ägyptischen Götter

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Das Alte Ägypten – kaum eine andere vergangene Hochkultur zieht so viele Kinder und Erwachsene begeistert in ihren Bann wie das Land der Pharaonen, Hieroglyphen und der fantastischen Götter. Doch so faszinierend die altägyptische Kultur auch sein mag, so komplex, verwoben und unübersichtlich ist sie gleichermaßen, so dass – zumindest in meinem Fall – das in jüngeren Jahren mühsam erarbeitete Wissen oft allzu schnell verschütt geht. Es ist daher an der Zeit, dieses verlorene Wissen wieder aufzufrischen und in einer kleinen Wissenshappen-Sonderserie die einzigartig vielfältige Mythologie des Alten Ägyptens in all ihrer religiösen Pracht wieder auferstehen zu lassen und den wichtigsten Akteuren des ägyptischen Pantheons zu folgen.*

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Im ersten Teil dieser Mini-Serie haben wir uns bereits mit dem Schöpfungsmythos der Alten Ägypter und einer ihrer zentralen Gottheiten auseinander gesetzt: Re, der Sonnengott, der tagsüber in verschiedenen Formen in seiner Sonnenbarke den Himmel überquert, um sich nachts durch die Unterwelt zurückzukämpfen und die Sonne jeden Tag aufs Neue auferstehen zu lassen.

Wir haben zudem erfahren, dass Re (oder je nach Quelle auch (Re-)Atum) mit Hilfe seiner omnipotenten Körpersäfte das göttlichen Zwillingspaar Tefnut und Shu schuf, die wiederum die Himmelsgöttin Nut und Geb, den Gott der Erde, zeugten. Darüber hinaus haben wir kurz angerissen, dass Nut – entgegen dem Willen ihres Vaters Shu und ihres Großvaters Re – in ihrer leidenschaftlichen Vereinigung mit ihrem Bruder Geb die Götter Osiris, Horus, Isis, Seth und Nephthys gebar.

Nun ist es an der Zeit, auf diese berühmten Götterkinder und ihre Rollen in der altägyptischen Mythologie und teils auch im Totenkult der Alten Ägypter zu blicken. Und dabei werden wir mit dem stärksten und zugleich umstrittensten Gott beginnen: Seth, der Gott der Verwirrung und des Chaos, sowie Bruder des mächtigen Osiris.

Jede gute Geschichte braucht ihren Bösewicht – Seth, Gott der Wüste, des Chaos und der Verwirrung

Wie so ziemlich alles in der Mythologie der Alten Ägypter ist die Geschichte des Seth nicht nur sehr alt, sondern auch äußerst ambivalent und geprägt durch die jeweils unterschiedlichen politischen und kulturellen Strömungen in den verschiedenen Phasen des ägyptischen Reiches. Als Gott der Wüste, der Stürme und der Kraft wurde Seth nicht nur verehrt, sondern aufgrund seiner unbeugsamen Stärke und seinem Hang zum Tricksen, Betrügen und Morden gefürchtet und – später als Gott der fremden Länder – zunehmend gar gehasst. In jedem Fall nimmt er einen bedeutenden Platz in den Reihen der altägyptischen Götter ein und spielt in einigen Mythen eine entscheidende Rolle, zuallererst als Antagonist im Osirismythos, auf den wir noch zu sprechen kommen, aber selbstverständlich auch im Mythos des Sonnengottes Re, den er in der Unterwelt des Nachts im Kampf gegen den Schlangengott Apophis / Apepi tatkräftig unterstützt.

Als einer der Götter der heliopolitanischen Enneade (d.h. als eine der neun Urgottheiten der Schöpfungsgeschichte von Heliopolis) stammt Seth vom Schöpfungsgott Atum bzw. Re ab und wurde durch die Götter Geb und Nut erschaffen. Anders als seine Geschwister fand er seinen Weg ins Sein jedoch auf eine eher unkonventionelle Art und riss sich selbst gewaltvoll aus dem Schoß seiner Mutter Nut oder wurde von ihr ausgespuckt – ein Vorzeichen seines Daseins als Gott der Gewalt und des Chaos. Dargestellt wurde Seth durch das sogenannte Seth-Tier, das heute nicht mehr genau bestimmt werden kann (da es vermutlich zwischenzeitlich ausstarb) und am ehesten einem Erdferkel, Windhund, Okapi oder Pinselohrschwein ähnelt.

Wie es offenbar unter ägyptischen Göttern üblich war, nahm sich Seth seine Schwester Nephthys als Frau, zeugte mit ihr jedoch keine Nachfahren. Ganz vom neidvollen Zorn auf seinen Bruder Osiris zerfressen und später durch die Erbstreitigkeiten mit seinem Neffen Horus beschäftigt, fehlte ihm für diese Nebenbeschäftigung vielleicht ganz einfach die Zeit – was man von seinem Bruder Osiris nicht behaupten kann, der im Osirismythos des Griechen Plutarch einen Sohn mit der gemeinsamen Schwester (und Seths Frau) Nephthys zeugte: Anubis, den Gott des Totenkultes, der uns aufgrund seiner zentralen Rolle im Totengericht und seiner prägnanten Darstellung als Schakal oder Mensch mit Schakalkopf bekannt ist. Zu Osiris Ehrenrettung soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass er seine Frau Isis nicht bewusst betrog – er verwechselte lediglich seine Schwester Nephthys mit ihr. (Ich würde nicht empfehlen, diese Ausrede im Falle des Falles selbst zu verwenden…)

Aber alles der Reihe nach, und um etwas Struktur in die äußerst verwirrenden Verswandschafts- und Liebesbeziehungen der altägyptischen, moralisch äußerst freizügigen Götter zu bringen, werden wir uns als nächstes einem der meistverehrten Götter und zentralem Akteur der mythologischen Erzählungen zuwenden: dem Gott Osiris.

Göttlicher Musterknabe – Osiris, Herrscher Ägyptens

Osiris war nicht nur der älteste Sohn von Nut und Geb, sondern auch Bruder von Seth, Isis und Nephthys und sexuell offensichtlich sehr umtriebig, denn er zeugte nicht nur mit seiner Frau (und Schwester) Isis den Gott Horus, sondern auch mit seiner Schwester Nephythys, wie bereits erwähnt, den Gott Anubis. Er war zudem der größte Widersacher Seths, dessen Ehefrau (und gemeinsame Schwester) er schwängerte und mit dem er um die Vorherrschaft Ägyptens kämpfte.

Seth, erzürnt darüber, dass Osiris auf Geheiß ihres Vaters Geb zum alleinigen Herrscher über Ägypten ernannt wurde (und vielleicht auch ein wenig aus dem – nicht ganz unbegründeten – Zorn über den Seitensprung seiner Frau mit seinem Bruder heraus), trachtete Osiris nach dem Leben. Gemeinsam mit 72 Verschwörern heckte er daher eine tödliche List aus: Seth ließ einen prächtig geschmückten Holzkasten nach den genauen Maßen Osiris‘ bauen und bot den Kasten auf einer Feier jener Person zum Geschenk, die hinein passen würde. Nachdem alle Gäste vergeblich ihr Glück versuchten, legte sich Osiris als letzter hinein – um prompt im Kasten eingeschlossen zu werden, den Seth und seine Mitverschwörer mit Blei versiegelten. Und so erstickte der große König Osiris qualvoll, und wurde in seinem versiegelten Kasten im Nil versenkt.

Osiris‘ trauernde Witwe (und nicht zu vergessen: Schwester) Isis machte sich verzweifelt auf die Suche nach ihrem Ehemann, und fand seinen Leichnam letztlich im fernen Byblos. Doch Seth – noch immer nicht zufrieden mit seinem Werk – entwendete seiner Schwester den Leichnam ihres Mannes, zerstückelte diesen in 14 Teile und verteilte die Stücke über ganz Ägypten. Nur um sicherzugehen, dass sein Bruder auch ganz bestimmt tot war und tot bliebe – irgendwie gewissenhaft.

Die unermüdliche Isis suchte erneut nach ihrem verstorbenen Geliebten und konnte schließlich erfolgreich alle Leichenteile zusammentragen, nur das beste Stück ihres Mannes ließ sich leider nicht mehr ausfindig machen. Mithilfe von Anubis (wir erinnern uns: der uneheliche Sohn ihres Mannes/Bruders mit der gemeinsamen Schwester Nephthys, die wiederum die Frau ihres Bruders Seth war) gelang es ihr nicht nur Osiris wieder zusammenzusetzen, sondern ihn auch kurzzeitig mithilfe ihrer starken Magie zum Leben zu erwecken – und sich von ihm schwängern zu lassen.

Wenn die Waage falsch ausschlägt – die Reise durch das Jenseits

Osiris war jedoch nicht zu retten, und ging letztlich in die Unterwelt ein, die sogenannte Duat. Dort wurde er vom Göttergericht, das ihm und nicht seinem Bruder Seth Recht zusprach – zum Herrscher der Unterwelt und Richter über die Toten ernannt. Da Osiris selbst den Tod überwunden hatte, sollte es das Ziel der Verstorbenen werden, ebenfalls den Tod zu überwinden. Das war aber selbstverständlich nicht so einfach: zunächst mussten die Verstorbene selbst die Duat durchqueren, und all die Prüfungen und Gefahren, die in ihr lauerten. Und wenn sie dies erfolgreich gemeistert hatten, mussten sie sich der ultimativen Prüfung stellen – dem Totengericht, bestehend aus 42 Gottheiten, das über das Schicksal ihrer Seele endgültig entscheiden würde.

In diesem letzten Prozess wurde die Seele des Verstorbenen vom Totengott Anubis mit der Feder der Maat abgewogen: wog die Seele nicht mehr als diese Feder, durfte der Verstorbene in die Welt der Götter übergehen, in der die verschiedenen Aspekte der Person, das Ba und das Ka, wieder vereint wurden. Schlug die Waagschale jedoch in Richtung des Herzens aus, war der Spaß schnell vorbei: wahlweise wurde der Verurteilte zusätzlich durch Folterknechte des Osiris bestraft, in jedem Fall wurde seine unglückselige Existenz jedoch endgültig beendet, indem seine Seele von der Göttin Ammit (auch: Ammut) aufgefressen wurde, die mit der Schnauze eines Krokodils, dem Rumpf eines Löwen und dem Hinterleib eines Nilpferdes eine recht auffällige Gestalt darstellte.

Im Übrigen entschied nicht das sündenfreie Leben eines Menschen über das Ergebnis der Waagschale, sondern lediglich die Fähigkeit, sich von den eigenen Sünden rituell reinigen zu lassen.

Klingt nicht so richtig fair?

Es wird noch besser: denn die wichtigste Person des ägyptischen Reichs, der Pharao (der Begriff soll hier explizit männliche wie weibliche Herrscher umfassen), war vom Totengericht selbstverständlich ausgenommen. Da der Pharao als personifizierter Osiris galt, musste er sich für mögliche Verfehlungen nicht rechtfertigen. (Wie sagt man im Englischen so schön? „Rules for thee but not for me!“)

Die etwas andere Empfängnis – Isis, Göttermutter und magische Powerfrau

Zur Abwechslung wollen wir nun auf eine echte Powerfrau des ägyptischen Götterreichs eingehen: Isis, die Göttin der Geburt, Heilung und Magie, die von den Ägyptern über Jahrtausende hinweg verehrt wurde und schließlich sogar Einzug hielt in die römische und griechische Religion. Wie auch Seth, Nephthys und Osiris war sie eines der Kinder von Geb und Nut und wurde mit ihrem Bruder, in ihrem Fall Osiris, vermählt, mit dem sie eine glückliche Ehe führte – trotz seines folgenreichen Seitensprungs mit der gemeinsamen Schwester (und Seths Ehefrau) Nephthys.

Wie oben bereits berichtet, gelang es Isis mit Hilfe ihrer mächtigen Magie, den zerstückelten Osiris für kurze Zeit zum Leben zu erwecken und von ihm den gemeinsamen Sohn Horus zu empfangen. Nachdem ihr Ehemann aber endgültig in das Totenreich übergegangen war, musste Isis sich vor ihrem Bruder Seth verstecken, der Horus, dem rechtmäßigen Thronerben Osiris‘, nach dem Leben trachtete. Und so versteckte sich Isis gemeinsam mit ihrem Sohn im undurchdringlichen Sumpfland, bis er alt genug war, um seinen Onkel Seth herauszufordern.

In den folgenden zahlreichen Kämpfen zwischen Seth und Horus wurde Isis mal von ihrem Bruder, mal von ihrem Sohn um Hilfe angerufen. Trotz der etwas pikanten Vorgeschichte stellte sie sich tatsächlich in einem Fall auf die Seite ihres Bruders und großen Widersacher ihres Sohnes. Aus Zorn über den Verrat seiner Mutter schlug Horus ihr kurzerhand den Kopf ab – zum Glück war jedoch der Gott Thot (Gott der Wissenschaft, Magie, Weisheit und des Mondes) schnell zur Stelle und ersetzte ihren Kopf mit dem eines Rindes. Vielleicht auch aus diesem Grund wird Isis oft als Frau mit Kuhhörnern und einer Sonnenscheibe auf dem Kopf dargestellt, weshalb sie auch der kuhköpfigen Göttin Hathor (Göttin der Liebe und des Friedens) ähnelt.

Die womöglich längste Gerichtsverhandlung der Welt – Horus, Seth und das Urteil der Götter

Zum Abschluss sollten wir uns noch mit Horus beschäftigen, der einer der Hauptgötter des Alten Ägyptens war und für seine Darstellung als Falke oder Mensch mit Falkenkopf berühmt ist. Doch Horus war mehr als nur „ein“ Gott – tatsächlich erschien er im Laufe der Zeit in verschiedenen Formen, die jeweils einen eigenen Gott darstellen und nicht bloß verschiedene Aspekte einer Gottheit.

Dem aufmerksamen Leser mag beispielsweise aufgefallen sein, dass Horus im vorherigen Wissenshappen und auch in der Einleitung dieses Beitrags als Bruder der Götter Seth, Osiris, Isis und Nephthys bezeichnet wurde, später jedoch im Osirismythos als Sohn von Osiris und Isis erscheint. Es handelt sich dabei jedoch um „Horus den Älteren“ sowie, verwirrenderweise, „Horus den Jüngeren“. Als „Horus der Ältere“ im Sonnenkult wird er als Kind von Geb und Nut betrachtet, im Osirismythos als „Horus der Jüngere“ hingegen als Kind von Osiris und Isis, wodurch er in ersterem zum Bruder von Isis und Osiris, in letzterem zum Kind der beiden wird.

Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns auf „Horus den Jüngeren“, der als Sohn und rechtmäßiger Erbe von Osiris durch seine Mutter Isis vor seinem rachsüchtigen Onkel Seth versteckt wurde, bis er als erwachsener Mann in verschiedenen Kämpfen gegen seinen Onkel antreten konnte. Die Erbstreitigkeit der beiden Götter wurde aber nicht nur in Form körperlicher Auseinandersetzungen ausgetragen, bei denen beide Götter teils schwer verletzt wurden (und Horus beispielsweise sein Auge verlor, das als „Auge des Horus“ heilende Fähigkeiten besaß).

Der Streitfall landete aber auch – ganz bürokratisch – vor dem Göttergericht, das sich 80 Jahre lang mit der Auseinandersetzung beschäftigen und erst durch Osiris und ein paar wohlplatzierte Drohungen in Richtung der restlichen Götter endgültig zu einem Urteilsspruch finden sollte. Wer also glaubt, dass die Mühlen der deutschen Justiz langsam mahlen, der sollte öfter mal an die göttliche Judikative der altägyptischen Götter denken.

Als die Entscheidung letztlich, nach dem Einwirken von Osiris, wenig überraschend zu Gunsten von Horus ausfiel, durfte dieser endgültig sein Erbe als Herrscher von Ober- und Unterägypten antreten. Seth hingegen wurde in den Himmel verbannt, wo er fortan donnern und wüten konnte, wie er wollte (bzw. alternativ landete er selbst in der Duat und kämpfte glorreich an der Seite des Sonnengottes Re).

Religion kann so langweilig einfach sein

Eines kann man den Alten Ägyptern auf keinen Fall nachsagen: dass sie keine Kreativität besaßen. Die Geschichte der ägyptischen Götter mag für uns heutzutage verwirrend sein, doch im Falle des Christentums müssen wir uns schließlich nur noch mit einem einzigen Gott beschäftigen. Und natürlich mit dem Sohn Gottes, der durch die unbefleckte Empfängnis zur Welt kam, ohne dass irgendeine Blutsverwandtschaft die ganze Geschichte verkomplizieren könnte. Das mag einfach sein, aber fast schon ein bisschen langweilig.

Wer also ab und zu den Skandal sucht, der weiß vielleicht spätestens jetzt, wo es sich zu suchen lohnt: im Alten, aber ganz bestimmt nicht verstaubten Ägypten.

Stammbaum der altägyptischen Götter zur Veranschaulichung der familiären Beziehungen (eigene Grafik)

*Ich möchte an dieser Stelle nochmal ausdrücklich betonen, dass die Wissenshappen die altägyptische Mythologie natürlich nicht zu 100% korrekt zusammenfassen können. Dafür ist diese aufgrund ihrer jahrtausendealten Entwicklung, der zugrunde liegenden politischen und sozialen Strömungen und der äußerst komplizierten Quellenlage einfach viel zu komplex. Aber vielleicht kann diese Serie ja ein wenig die persönliche Neugier und Lust auf mehr Wissen entfachen!

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Nachschlag?

Richter, M. (2022). Das Alte Ägypten.* Polen: Amazon Fulfillment.

Wikipedia (2022). In Wikipedia, die freie Enzyklopädie. Abgerufen 28. Januar 2023 von https://de.wikipedia.org/wiki/Seth_(%C3%A4gyptische_Mythologie), https://de.wikipedia.org/wiki/Osirismythos, https://de.wikipedia.org/wiki/Alt%C3%A4gyptisches_Totengericht & https://de.wikipedia.org/wiki/Horus

Born, K. (o.D.). Seth – ägyptischer Gott der Kraft. Abgerufen 22. Januar 2023 von https://www.aegypten-geschichte-kultur.de/seth-gott-der-kraft

Felske, C. (o.D.). Seth – Gott des Chaos, der Vernichtung und der Gewalt. Abgerufen 22. Januar 2023 von https://www.selket.de/aegyptische-goetter/seth/

Born, K. (o.D.). Ägypten-Götter – Isis. Abgerufen 28. Januar 2023 von https://www.aegypten-geschichte-kultur.de/isis

Born, K. (o.D.). Der Mythos von Isis Flucht. Abgerufen 28. Januar 2023 von https://www.aegypten-geschichte-kultur.de/isis-flucht

Felske, C. (o.D.). Osiris – Herrscher der Unterwelt. Abgerufen 28. Januar 2023 von https://www.selket.de/aegyptische-goetter/osiris/

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Warum gibt es diesen Wissenshappen?

Das Alte Ägypten – es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht irgendwann im Leben der Faszination dieser vergangenen Hochkultur erliegt. Die Welt der Pharaonen, Pyramiden und Hieroglyphen ist an sich ist bereits mystisch genug. Doch die altägyptische Mythologie ist mit den verschiedenen Gottheiten, die über die Jahrtausende hinweg miteinander verwoben und verschmolzen wurden, ein riesiger, faszinierender Flickenteppich, bei dem man die zahlreichen Götter nur schwer voneinander unterscheiden kann (oder sollte). Doch da der Pantheon der altägyptischen Götter eine außerordentliche religiöse Vielfalt und Toleranz verkörpert und gleichzeitig aufgrund der unzähligen schlüpfrigen (Familien-)Skandale einer atemberaubenden Seifenoper gleicht, lohnt es sich, das göttliche Gewirr aufzulösen und den verschlungenen Lebenswegen der wichtigsten Gottheiten des Alten Ägyptens zu folgen.

Was sollte unbedingt verdaut werden?

Nachdem wir im Schöpfungsmythos des Alten Ägyptens die (Selbst-)Erzeugung der ersten Götter Re, Tefnut, Shu, Geb und Nut erleben konnten, lohnt es sich, auch die Geschichten ihrer göttlichen Kinder weiterzuverfolgen. Denn auch diese nehmen nicht nur einen zentralen Platz in der altägyptischen Mythologie ein, sondern durchlebten selbst eine Vielzahl (familiärer) Abenteuer. So tötete Seth, der Gott der Wüste und des Chaos, seinen mächtigen Bruder Osiris, der in der Folge als Herrscher der Unterwelt die Leitung des Totengerichts übernahm. Zu einem kleinen Teil mag Osiris‘ Seitensprung mit Seths Ehefrau Nephthys, aus dem der schakalköpfige Gott Anubis hervorging, zu Seths tödlichem Zorn beigetragen haben. Isis, die Göttin der Geburt und Heilung, konnte Osiris durch einen mächtigen Zauber jedoch so lange ins Leben zurückholen, dass sie gemeinsam den Gott Horus zeugten. Und Horus durfte schließlich das Erbe seines Vaters als Herrscher über Ägypten antreten, nachdem er seinen Onkel Seth vor dem Göttergericht bezwang – nach dem womöglich längsten Gerichtsprozess der Welt.

Disclaimer:
Der obenstehende Text wurde auf Grundlage der gelisteten Quellen erstellt, ist aber explizit unter Berücksichtigung der subjektiven Erkenntnisse, Vorlieben und dem persönlichen Verständnis der Autorin aufzufassen. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Ausarbeitung mit akademischen Anspruch, sondern um eine Zusammenfassung von Geschehnissen und Erzählungen nach individuellem Stil und Empfinden der Autorin. Ausnahmslos jeder Wissenshappen möchte Freude am Wissen schaffen, aber nicht als Fachliteratur verstanden werden. Über Anmerkungen, Ergänzungen, Lob oder Kritik freut sich die Autorin und lädt jeden Leser dazu ein, über die Kommentarfunktion Kontakt aufzunehmen.

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Schlagwörter: , , , Last modified: 29. Januar 2024