Warum gibt es die Wissenshappen?

Seit ich lesen und schreiben kann, gibt es zwei große Leidenschaften in meinem Leben: das Lesen und das Schreiben. Und auch wenn ich gerne in fantastische Welten abtauche, vom Herrn der Ringe über Harry Potter bis hin zu Stephen Kings Dunkler Turm-Saga, begeistert mich vor allem eins: populärwissenschaftliche Literatur für den wissenschaftlich und kulturell interessierten Laien. Auch wenn ich selbst keine hochtrabenden akademischen Bestrebungen besitze, stellen wissenschaftshistorische Bücher für mich eine Art Droge dar. Eine leider unbegrenzte Droge, denn mich begeistern nahezu alle Themen, und die Wissenschaftsgeschichte wird schließlich mit jedem Tag ein Stückchen weitergeschrieben.

 

Unschuldig bin ich an meinem Schicksal allerdings nicht, denn ich wählte selbst das Buch, das meine Wissensbegeisterung wecken sollte und das auch heute noch als persönliche Bibel im Bücherregal thront: „Eine kurze Geschichte von fast allem“ vom großartigen Bill Bryson, der in diesem Buch auf humorvolle, lockere und begeisternde Weise den Leser durch die Welt- und Menschheitsgeschichte, das Universum und den Mikrokosmos führt. Ein Wissensbuch, das so ganz anders ist als die drögen Lehrbücher meiner Schulzeit.

Damals war ich Anfang 20, stand am Ende meines ersten Studiums, und war überrascht über die Menge meines Nicht-Wissens, die sich beim Lesen dieses Buches offenbarte. Selbstverständlich konnte ich diese Lücken nicht vollständig oder dauerhaft füllen, denn dafür ist mein Langzeitgedächtnis leider nicht ausdauernd genug. Aber ein paar Erkenntnisse, einige spannende Fakten aus Bill Brysons großartiger Reise vom Makro- in den Mikrokosmos sind mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Weil sie kurios oder erkenntnisreich waren, mich emotional berührten, oder schlicht und einfach, weil ich (im Fall der Fälle) bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ nicht komplett blank dastehen möchte.

 

Und so wie mit der „Kurzen Geschichte von fast allem“ geht es mir seither mit jedem populärwissenschaftlichen Buch, das ich lese. Der Großteil des neugewonnenen Wissens verliert sich mit der Zeit, aber so manche Anekdote und Erkenntnis verankert sich in meinem Gehirn. Und das sind die „Wissenshappen“, wie ich sie mittlerweile nenne: die kleinen Fun Facts aus der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, die einem das Gefühl geben, nicht komplett ahnungslos durch die Welt zu stolpern. Dieses kleine Gefühl von „Aha, so war das also mit…“ möchte ich gerne festhalten und mit anderen Menschen teilen. Und so wurde die Idee zu diesem Blog geboren, nämlich das Aufbereiten, quasi „Servieren“ von leicht verdaulichen Wissenshappen und ihren spannenden Hintergründen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Welt so unfassbar komplex ist, dass niemand auch nur annähernd alles verstehen kann, in der es unmöglich ist, dem Idealbild des uomo universale, des Universalmenschen der Renaissance, gerecht zu werden. Und wenn meine Wissenshappen ganz bestimmt nicht den Anspruch akademischer Forschung und Lehre erfüllen, so helfen sie vielleicht doch, die Angst vor der unfassbaren Menge an verfügbaren Daten und Fakten zu überwinden und weiterhin die Freude an Bildung, Lernen und damit letztlich Wissen zu behalten. Denn wie schon Alexander von Humboldt glaubte, so bin auch ich der festen Überzeugung:

"Mit dem Wissen kommt das Denken."

Was sind die Wissenshappen nicht?

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass diese Seite nicht den Anspruch einer seriösen Wissenschaftszeitung oder gar einer Enzyklopädie verfolgt. Mein Wunsch ist es, kuriose und spannende Fakten in kurzer, prägnanter Weise darzustellen und (wenn möglich) im Gedächtnis des Lesers zu verankern. Dabei bediene ich mich der wissenschaftlichen Methoden meines Psychologiestudiums, sowie meines gesunden Menschenverstandes. Geistiges Eigentum werde ich stets als dieses ausweisen. Für die Nutzung von Bildern aus Wikipedia und Wikimedia Commons nutze ich zum Bildnachweis den Lizenzhinweisgenerator, meine Quellenangaben hingegen liste ich mit Hilfe von Scribbr jeweils als „Nachschlag“ am Ende eines jeden Beitrages – für jeden, der Appetit auf mehr Wissen bekommen hat. Die wissenschaftliche Korrektheit dieser Quellen kann ich nicht beurteilen, vertraue jedoch auf die Kompetenz und jahrelange Recherche erfahrener Wissenschaftsjournalisten, Autoren und im Falle von Wikipedia auf die vielgerühmte Schwarmintelligenz. Bei meinen Quellen handelt es sich in nahezu allen Fällen nicht um Primärquellen.

Um es abschließend hervorzuheben: die Wissenshappen möchten Freude am Wissen bereiten, aber nicht als wissenschaftliche Ausarbeitung oder Fachquelle betrachtet werden.

Was gibt es über mich zu wissen?

Diesen Text möchte ich kurzhalten, denn um mich soll es nicht gehen. Ich bin Britta, Jahrgang 1988, geboren in Norddeutschland und nach diversen deutschen Stationen mittlerweile im wunderschönen Österreich zu Hause. Hier genieße ich die wunderschönen Alpen, lasse mich vom Bergpanorama inspirieren und nutze die Natur für diverse sportliche Aktivitäten, wenn ich nicht gerade als Projektleiterin (in Vollzeit) arbeite oder mich dem Lesen oder Schreiben widme. Auch wenn diese Beschreibung ein wenig nach Einsiedlerkrebs klingen mag, verbringe ich gerne Zeit mit Freunden und Familie, selbstverständlich meinem Partner (der mich als Lektor und Webmaster wundervoll unterstützt) und bin als Psychologin und ausgebildeter systemischer Berater und Coach auch beruflich im regen Kontakt mit Menschen.

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